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Löschzug Schönfließ
Mühlenbecker Land

 

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Schönfließ, gegründet :  1904

 

Vor der Gründung der Feuerwehr bestand in der Gemeinde eine Löschpflicht. Alle Männer im Alter von 18 - 65 Jahren und alle Frauen im Alter von   18 - 60 Jahren eilten beim Ertönen der Feuerglocke zur Brandstelle. Von Brunnen und Teichen wurden Eimerketten gebildet. War nicht genügend Wasser in der Nähe, so wurde es mit Wasser- und Jauchewagen herangefahren. So wurde versucht den Brand einzudämmen und die Nachbargebäude zu schützen, was in der damaligen Zeit sehr schwer war, da die meisten Gebäude Strohdächer hatten.

Ein großer Fortschritt war es dann schon, als der Stellmachermeister Vogel und der Schmiedemeister Müller eine Kastenspritze aus Holz anfertigten. Dazu wurden einige Meter Hanfschlauch gekauft. Durch das betätigen eines Druckkolben mittels Druckstange wurde das Wasser schneller und gezielter auf den Brandherd gebracht.

1894 beschlossen der Dorfschulze und seine Gemeindevertretung eine neue Handdruckspritze zu kaufen. Es wurde eine “Ewald Handdruckspritze” gekauft, die mit Pferden zur Brandstelle gezogen wurde. Trotzdem wurden noch Wasserwagen benötigt. Die Saug- und Druckspritze wurde von 8 Männern oder Frauen betätigt. An der Kirchhofmauer wurde aus Feldsteinen das erste Gerätehaus, das damalige Spritzenhaus gebaut.

Im Jahr 1904 gründeten die beiden Brandmeister von Lübars und Hermsdorf (beide Orte gehörten damals zum Kreis Niederbarnim) die Freiwillige Feuerwehr Schönfließ.

Der Dorfschulze Landwirt Fritz Lemke wurde Leiter der Wehr, sein Vertreter Gustav Bennewitz. Die Ausbildung der Wehr übernahmen die Nachbarwehren Lübars und Hermsdorf. Am Vorbau des “Alten Krug“ wurde das Hakenleitersteigen geübt. Die Stärke der Wehr betrug 18 Mann. Zunächst waren die Feuerwehren noch freiwillige Vereine. Später wurden sie der Polizeibehörde unterstellt. Die FF Schönfließ fuhr auch in die umliegenden Orte zum Einsatz, sogar bis Oranienburg. Der Vorspanndienst war so festgelegt, daß die Gutsverwaltung die Handdruckspritze zu bespannen hatte und die Bauern den Mannschaftswagen.

Im Jahr 1910 wurde das Wasserwerk Berlin in Stolpe Hohenschöpping gebaut. So bekam Schönfließ 1911 eine Wasserleitung und eine gute Löschwasserversorgung durch den Einbau eines Rohrnetzes mit Hydranten.  

Bis nach dem ersten Weltkrieg war Schönfließ Amtsbezirk. Dazu gehörten die Orte Bergfelde und Stolpe. Die Kontrolle der Ausbildung und Schulung unterlag dem Kreisbrandinspektor. Von 1914 an war der Brandinspektor Spindler aus Erkner im Kreis Niederbarnim tätig. Sein Nachfolger war Brandinspektor Wilhelm Graas. Im Jahre 1943 sprach man dann von einer Amtswehr Bergfelde, Schönfließ und Stolpe. Der Leiter der Amtswehr wohnte in Bergfelde. Die drei Wehren kamen einmal im Monat zur gemeinsamen Übung zusammen. Bis Anfang des Jahres 1938 fuhr die FF immer noch mit Handdruckspritze und Pferdevorspann. Erst im Frühjahr 1938 kaufte die Gemeinde Schönfließ eine 400 TS mit TSA. Der TSA wurde im Mannschaftszug zur Brandstelle gezogen.

Einige Monate später, als die Gemeinde Glienicke ein neues Löschfahrzeug bekam, kaufte die Gemeinde Schönfließ deren Sechssitzer Opel. Nun wurden keine Pferde mehr benötigt.  

Nach dem 2.Weltkrieg stand die FF nur noch mit alten C-Hanfschläuchen da. Die Handdruckspritze wurde wieder flott gemacht, um überhaupt wieder einsatzfähig zu sein. Im Jahre 1949 übernahm dann der Kamerad Karl Puhlmann die Leitung der Wehr. Im gleichen Jahr stellte die Nachbarwehr Glienicke eine 800 TS für Schönfließ zur Verfügung. Kurze Zeit später übergibt die Feuerwehr Oranienburg einen TSA mit Holzrädern an die Schönfließer Kameraden, welche dann nach einem Jahr für eine Luftbereifung sorgten. Nun fehlte aber noch das notwendige Zugfahrzeug. Von der LPG erhielt die FF einen alten Ford Eifel, den die Kameraden als Mannschaftswagen ausbauten. Endlich brauchte der TSA nicht mehr von Hand zur Brandstelle gezogen zu werden und die Kameraden hatten nun mehr Puste, wenn Sie zur Brandstelle kamen. Jedoch wurde dadurch das alte Spritzenhaus zu klein. Ein neues Gerätehaus mußte her. Der Rat der Gemeinde stellte ein altes Haus zum Abriß zu Verfügung. Schon 1953 begannen die Bauarbeiten. Zum 50jährigen Jubiläum im Mai 1954 war der Rohbau fertig. Im Herbst 1954 konnte die Feuerwehr in das Neue Gerätehaus einziehen. 1959 kaufte die Gemeinde dann einen Phänomen 27 für die Feuerwehr Schönfließ. Im Jahre 1968 wurde das Gerätehaus vergrößert und ein Schulungsraum angebaut. Im März 1968 bekam die Feuerwehr vom Kreis eine neue TS 8 und schon November 1968 einen neuen TSA. Als im Juni 1976 Kamerad Karl Puhlmann nach langjähriger gewissenhafter Ausführung seiner Tätigkeit sein Amt als Wehrführer niederlegte, folgte sein Nachfolger Jürgen Müller. Am 20. August 1981 konnte der Wehr ein neues Löschfahrzeug vom Typ KLF 8 B1000 übergeben werden. Das Löschfahrzeug wurde mit Bordfunk und 2 Handsprech-Funkgeräten nachgerüstet. 

Acht Jahre später wurde uns am 30. September 1989 ein anderer neuer KLF 8 B1000 mit Schaumanhänger übergeben. Dieses Fahrzeug war mit Funkgerät ausgerüstet und zusätzlich wurden 4 neue Handsprechfunkgeräte angeschafft.

Am 29.09.92 wurde die Jugendfeuerwehr Schönfließ gegründet und konnte sehr schnell Erfolge in Wettkämpfen nachweisen.  

Seit 1993 werden die Kamerden nicht nur durch das Ertönen der Sirene alarmiert, sondern zusätzlich durch Meldeempfänger. Als nach langjähriger guter Arbeit der Wehrführer Jürgen Müller sein Amt niederlegte, übernahm der Kamerad Herbert Gruhn 1995 dieses Amt. Es wurde ein neues Löschfahrzeug vom Typ LF 8 Robur beschafft und  in mühsamer Arbeit von den Kameraden aufgebaut. Damit wurde die Einsatzstärke der Feuerwehr noch mehr vergrößert. Leider ist der Kamerad Herbert Gruhn schon nach kurzer Amtszeit an einer schweren Krankheit verstorben. Im Februar 1996 übernahm dann Kamerad Mario Müller die verantwortungsvolle Tätigkeit des Wehrführers, sein Vertreter wurde Rene Schröder. Im Juni 1996 dann war es soweit: die Feuerwehr Schönfließ war in der glücklichen Lage, als erste Feuerwehr des damaligen Amtes Schildow mit dem Bau eines neuen  Feuerwehrhauses zu beginnen. Ab 1996 begann die Wehr mit dem Aufbau eines Löschfahrzeuges, welches der Kamerad Herbert Gruhn in seiner Zeit beschaffte. Hierbei handelte es sich um ein LF 16 W 50, welches mit Unterstützung der Firma Masche und der Firma Fromm aus Birkenwerder ausgerüstet und ab März 1997 in Einsatzbereitschaft genommen werden konnte. Im Jahr 1997 bestand die Feuerwehr Schönfließ aus drei Fahrzeugen und 21 Kameraden, um für die Sicherheit in und um Schönfließ zu sorgen. Die Leitung der Jugendfeuerwehr übernahm Lars Müller.  Am 06.05.97 wurde das neue Feuerwehrhaus in Schönfließ mit zwei Stellplätzen von den Kameraden bezogen.

In den folgenden Jahren setzte Ortswehrführer Mario Müller alle Energie in die Ausbildung seiner Kameraden und sorgte für die vollständige Ausstattung aller Angehörigen der Feuerwehr mit neuer Einsatzkleidung. Auch erfolgt eine weitere Bestückung der Fahrzeuge mit aktuellen Atemschutzgeräten, hydraulischem Rettungsgerät und weiteren Geräten. Im Jahr 2001 wurden dann alle Kameraden mit neuen Feuerwehrhelmen, MSA Gallet F1 S ausgestattet. Die vollständige Ausstattung der Kameraden mit Einsatzkleidung und Ausgehuniformen war nur durch die Unterstützung des Feuerwehrvereins in Schönfließ möglich.

Im November 2001 wird in der Feuerwehr Schönfließ das Team Brandschutzerziehung gegründet und unterrichtet seitdem Kinder aus Kindergärten und Schulen. Obwohl die Einsatzlast von Jahr zu Jahr enorm steigt, entwickelt sich die Feuerwehr Schönfließ, unter seiner Ortswehrführung prächtig. Im Jahr 2002 hat die Feuerwehr Schönfließ 29 aktive Kameraden und 16 Kameraden in der Jugendfeuerwehr sowie weitere Kameraden in der Altersabteilung. Zum Selbstschutz der Kameraden und um schnelle Hilfe bei Verkehrsunfällen zu leisten, wird eine Sanitätsgruppe gebildet, die Ausbildung der Feuerwehr-Sanitäter aus Schönfließ übernimmt das DRK Oranienburg.

Endlich ist es soweit, im April 2002 erhält die Schönfließer Wehr ihr neues TLF 16/24. Das Fahrzeug, mit einem Fahrgestell von Iveco und einem Aufbau von Magirus, wurde von den Gemeindevertretern aus Schönfließ beschlossen und aus der Gemeindekasse finanziert. Das Fahrzeug fährt als ersten Einsatz, mit dem Schönfließer Löschzug, zum Großbrand im Oranienburger Reifenlager und zeigt dort seine Leistungsfähigkeit. In diesem Zeitraum beginnen auch schon die ersten Planungen für einen Anbau an das Feuerwehrhaus. 

Nach kurzer aber schwerer Krankheit, im November 2002 verstirbt unser Kamerad Lothar Müller. Er hinterlässt eine umfangreiche feuerwehrhistorische Sammlung. Die Freude war groß, als im Dezember 2002 das neue LF 10/6 TH an die Kameraden aus Schönfließ übergeben wurde. Im Rahmen einer Kreisbeschaffung, finanziert durch das Amt Schildow, wurde ein MAN mit Aufbau von FGL/Metz-Rosenbauer übergeben.  

Nach kurzer Bauzeit wurde der Erweiterungsbau des Feuerwehrhauses im Januar 2003 eingeweiht. Erweitert wurde um zwei weitere DIN-Fahrzeughallen, somit verfügt die Feuerwehr Schönfließ nun über vier Fahrzeughallen. Im Rahmen eines Pilotprojektes wird im Frühjahr 2003 ein RTW in der Schönfließer Feuerwache stationiert. Kurz darauf im Februar 2003 erhält die Feuerwehr Schönfließ einen neuen ELW 1 mit umfangreicher Ausstattung. Der VW T4 Synchro wurde vom Träger des Brandschutzes, dem damaligen Amt Schildow beschafft. 

Seit 2004 ist die Feuerwehr Schönfließ Löschzug der Feuerwehr Mühlenbecker Land. In der neuen Großgemeinde Mühlenbecker Land sind die Löschzüge Mühlenbeck, Schildow und Schönfließ sowie die Löschgruppe Zühlsdorf  zusammengefasst. In der ersten Hälfte des Jahres 2004 fällt die Entscheidung zwei weitere Fahrzeugstellplätze und damit ein Gebäude für den Rettungsdienst an das Feuerwehrhaus in Schönfließ anzubauen.

Im Schönfließer Dorfanger, wo einst nur ein kleines schlichtes Gerätehaus stand, steht nun eine der größten Feuer- und Rettungswachen im Landkreis Oberhavel.  

Im April 2004 wird der Schönfließer Löschzugführer Mario Müller zum Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Oberhavel gewählt. Die Ortswehrführung wird im Mai 2004 neu vom Gemeindebrandmeister eingesetzt. Die bisherige Wehrführung bleibt im Amt, die Kameraden wählen Felix Katt zum stellvertretenden Wehrführer. Am 12. Juni 2004 feiert die Feuerwehr Schönfließ ihr 100jähriges Jubiläum. Im Oktober 2005 übernimmt Christian Finke die Funktion des Jugendfeuerwehrwartes, seit März 2007 auch die eines der stellvertretenden Kreisjugendwarte.

Bilder zur Chronik